Samstag, 3. Oktober 2015

Schwangerschafts-Test

Grundlage aller modernen Schwangerschaftstests ist der Nachweis des Schwangerschaftshormons HCG (humanes Choriongonadotropin). Der HCG-Spiegel im Urin gesunder und nicht schwangerer Frauen liegt normalerweise unter 5 U.I./L (International Units pro Liter). Etwa eine Woche nach der Befruchtung beginnt die Bildung von HCG. Die Konzentration im Urin verdoppelt sich etwa alle zwei Tage und erreicht in der zehnten Schwangerschaftswoche einen Wert von 100‘000 bis 250‘000 U.I./L Urin, um danach steil auf eine Konzentration von 10‘000 bis 20‘000 U.I./L abzufallen. Bis zur Geburt bleiben die Werte in diesem Bereich.
Die meisten Schwangerschaftstests werden ab dem ersten Tag nach Ausbleiben der Periode empfohlen, die HCG-Werte im Urin betragen am erwarteten Menstruationstermin ca. 50 bis 100 U.I./L. Die sogenannten Frühtests können schon einige Tage vor dem Menstruationstermin verwendet werden, die Sicherheit nimmt jedoch ab, je früher der Test durchgeführt wird. Zudem kann bei einem vorzeitigen Abbruch der Einnistung oder bei einem sehr frühen Spontanabort ein falsch positives Ergebnis angezeigt werden.
Quelle:
_Karin Meisenbacher; Empfängnisverhütung; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2006
_Herstellerangaben
_Pharmavista.net

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Freitag, 21. August 2015

Neues zu Lausmitteln

Aufgrund von Resistenzentwicklungen gegen Insektizide wirken die chemischen Pedikulozide nicht mehr zuverlässig. Deshalb gelten die physikalisch wirksamen Läusemittel fortan als Mittel der ersten Wahl. Diese Produkte sind als Medizinprodukte registriert. Zum Nachweis der Wirksamkeit sind Untersuchungen am Menschen und aussagekräftige und qualitativ gute klinische Studien erforderlich.
Von zwei Wirkstoffen konnte die Wirksamkeit in kontrollierten Studien nachgewiesen werden:
_Dimeticon vernichtet die Läuse durch Störung ihres Wasserhaushaltes. Dank der geringen Oberflächenspannung dringt die Substanz in die Atemöffnungen der Läuse ein. Aufgrund der Wasserundurchlässigkeit wird die Verdunstung verhindert, was zur Zerstörung der inneren Organe führt.
_Octan-1,2-diol ist eine Alkoholverbindung, welche die Chitinhülle der Läuse angreift, so dass Löcher entstehen. Die Insekten verlieren dadurch zu viel Feuchtigkeit und trocknen innerlich aus.
Da die Wirkung auf die Eier nur gering und limitiert ist, soll die Behandlung zur Sicherheit nach 7 bis 9 Tagen wiederholt werden. So können Larven eliminiert werden, welche erst nach der ersten Behandlung geschlüpft sind.
Die  Wirkung hängt nicht nur von der verwendeten Substanz, sondern auch von der Formulierung des Produkts ab. Gemäss Literaturangaben konnte die Wirksamkeit von folgenden Produkten in kontrollierten Studien nachgewiesen werden:
_Hedrin® Lösung (4% Dimeticon, 96% *Cyclometicon) *entflammbar!
_Hedrin Xpress® Gel (4% Dimeticon, 2% Nerolidol)
_Paranix® Spray (Dimeticon 4%, Paraffinöl 96%)
_Hedrin® Treat&Go Schaum (*Octan-1,2-diol 5%) *entflammbar!
Ebenfalls im Handel sind andere Formulierungen mit Dimeticon sowie weitere physikalisch wirksame Produkte mit Kokosnuss- oder Neemöl, deren Wirkung in kontrollierten Studien bisher nicht untersucht oder ausreichend belegt ist.
Auf der Internetseite www.lausinfo.ch (=> Behandlungsmethoden/Physikalisch wirkende Pedikulozide/Produkte…) werden die verschiedenen Kriterien wie Wirksamkeit, Unbedenklichkeit oder Einfachheit der Anwendung in Vergleichstabellen dargestellt und klar signalisiert, ob das Produkt den Richtlinien entspricht und die Wirksamkeit nachgewiesen wurde.

Quellen:
_La Revue Prescrire 365/2014/p198 «Poux du cuir chevelu. Diméticone, substance pédiculicide de premier choix».
_www.lausinfo.ch
_Pharmavista.ch

Freitag, 15. Mai 2015

Gefährliche "Schlankheitsmittel"

Swissmedic hat 61 illegal importierte Schlankheitsmittel auf ihren Inhalt untersucht. Das Ergebnis ist besorgniserregend: Mehr als drei Viertel der Produkte enthielten nicht deklarierte Wirkstoffe. Über die Hälfte enthielt den Wirkstoff Sibutramin, der im Jahr 2010 wegen seiner Risiken für die Gesundheit weltweit vom Markt genommen wurde.
Im Frühling steigt erfahrungsgemäss die Nachfrage nach Schlankheitsmitteln. Viele bestellen sich solche Präparate über das Internet und wissen nicht, was sie zugeschickt bekommen. Das Schweizerische Heilmittelinstitut hat deshalb 61 vor allem fernöstliche Schlankheitsmittel im Labor analysiert. Die Resultate zeigen: Der Konsum importierter Produkte zum Abnehmen birgt grosse Risiken.
Auffallend: Immer häufiger werden Getränke wie Kaffee als Schlankheitsmittel angeboten, die teilweise gesundheitsschädigende Mengen verbotener Substanzen enthalten.

_41 Produkte gaben vor, „natürlich“, oder „pflanzlich“ zu sein. In Tat und Wahrheit enthielten 35 dieser Produkte gefährliche chemische Inhaltsstoffe


_Zehn Produkte waren Kaffee-Getränke. Acht davon enthielten synthetische Inhaltsstoffe. Ein Kaffeebeutel enthielt 45mg Sibutramin, das ist die dreifache Menge der (früheren) maximalen Tagesdosierung, eine lebensgefährliche Dosis


_Vier Produkte waren Beutel mit Fruchtsaftpulver, drei davon enthielten nicht deklarierte gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe


_Vier Produkte waren Kapseln mit deklariertem Sibutramin als Inhaltsstoff. Davon enthielt ein Produkt die angegebene Menge, zwei Produkte eine falsche Menge und ein Produkt gar keinen Wirkstoff


_Weiter fanden sich in Produkten andere Wirkstoffe wie beispielsweise Schmerzmittel (Paracetamol), Entzündungshemmer (Diclofenac) oder Antidepressiva (Fluoxetin), die nicht deklariert waren.
Die Ergebnisse dieser Analysen zeigen: Als „Schlankmacher“ angepriesene Produkte oder Medikamente aus unkontrollierten Quellen können die eigene Gesundheit massiv gefährden! So liegen Swissmedic Meldungen aus dem Ausland vor, in denen Konsumentinnen nach der Einnahme solcher Sibutramin-Produkte hospitalisiert werden mussten. Die Zulassung von Arzneimitteln mit Sibutramin wurde im März 2010 wegen des möglichen Risikos schwerwiegender Nebenwirkungen sistiert.
Swissmedic warnt eindringlich davor, im Internet Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel über dubiose Anbieter zu beziehen und einzunehmen. Swissmedic erinnert zudem daran, dass es Privatpersonen gesetzlich verboten ist, aus dem Ausland grössere Mengen Arzneimittel in die Schweiz zu importieren.

Quelle:

_Medienmitteilung Swissmedic, 05.05.2015

Sonntag, 28. Dezember 2014

Nahrungsmittelergänzung bei Migräne

Mikronährstoffe zur Migräneprophylaxe

Es gibt verschiedene Auslöser für Migräneattacken, doch die genauen Mechanismen sind noch nicht alle bekannt.Die Forscher gehen davon aus, dass zentral ein metabolisches Ungleichgewicht besteht, bedingt durch eine Überstimulation des zentralen Nervensystems durch äussere Faktoren wie Licht und Lärm und eine Abnahme der Energieproduktion in den Mitochondrien. Durch die Gabe von bestimmten Nährstoffen mit Wirkung auf die Mitochondrien sollen die Zellfunktionen und die Energieproduktion verbessert werden:
_Magnesium 300 mg 2x/Tag, während mindestens 3-4 Monaten um eine präventive Wirkung zu erzielen.
_Coenzym Q10 100 mg 3x/Tag

Diese Mikronährstoffe können zur Prophylaxe empfohlen werden, um die Manifestation oder die Frequenz und/oder die Intensität der Kopfschmerzen zu reduzieren (z.B. Chronifikation durch zu häufige Einnahme von Kopfschmerz-Akutmitteln).


Quelle: Pharmavista.ch 14-12


Montag, 25. August 2014

Hallux Valgus

Der Hallux valgus ist eine Fussfehlstellung, bei der die Grosszehe im Grundgelenk zur Kleinzehseite hin abgeknickt ist. Diese Gelenksdeformation kann zu Schmerzen führen und wird meist konservativ behandelt. Dazu stehen verschiedene Hilfsmittel wie Schuhe, Schienen, Orthesen, Pflaster, Pads und Socken zur Verfügung. Im Online Drogeriemarkt www.mein-laden.ch finden Sie viele Produkte gegen Hallux., die Sie bequem online bestellen können.




Quellen:
_Herstellerangaben
_Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, p833

Samstag, 28. Juni 2014

Zecken: Wie entfernen?

Im Frühsommer sind Zecken und deren Stiche häufig. Da die schmerzlosen Zeckenstiche vielfach nicht bemerkt werden, sind nach Spaziergängen und Wanderungen der ganze Körper und die Kleidung sorgfältig auf Zecken abzusuchen. Zecken bevorzugen warme, feuchte und dünne Hautpartien, wie Kniekehlen, Innenseite der Oberschenkel, Leisten, Hals, Nacken und Achselhöhlen; bei Kindern ist häufig auch der behaarte Kopf befallen. Die Zecke benutzt ihren Rüssel, um sich am Wirt festzusetzen und Blut zu saugen. Ein spezielles Sekret erschwert zusätzlich das Ablösen des Parasiten.
Die Zecke soll so schnell wie möglich entfernt werden, da das Risiko einer Übertragung von Infektionskrankheiten mit der Dauer der Kontaktzeit steigt. 
Dazu wird die Zecke direkt über der Haut mit einer Pinzette gefasst und ohne Drehung herausgezogen. Es ist darauf zu achten, dass die Zecke dabei nicht zerquetscht wird. Es sind diverse Zeckenzangen und Zeckenpinzetten  Zeckenkarten (Pharmacode 5310076 5900760 ) und ein Zeckenlasso (Pharmacode 5171261 ) auf dem Markt. Nur beim „Lasso“ wird empfohlen, die Zecke herauszudrehen. Die Zeckenkarte wird mit der Einkerbung parallel zur Haut unter die Zecke geschoben und diese mit einer leicht schaukelnden Ziehbewegung nach oben entfernt.
Die Zecke sollte nicht mit toxischen oder okklusiven Substanzen wie Ether, Öl oder Vaseline bedeckt werden. Das Ersticken des Parasiten kann zu einer beschleunigten Übertragung von infektiösem Material führen.
Die betroffene Stelle sollte nach dem Entfernen der Zecke sorgfältig gereinigt, desinfiziert und während einiger Wochen beobachtet werden. Es empfiehlt sich, das Datum des Zeckenstiches zu notieren. Entsteht nach einigen Tagen eine Rötung um die Stichstelle, muss ein Arzt aufgesucht werden.
Literatur:
_BAG online
mit freundlicher Genehmigung durch www.pharmavista.net
Urs Schneeberger
Betreiber und Inhaber von www.mein-laden.ch, dem grössten Online Drogeriemarkt der Schweiz, seit 2001.

Borreliose: Zeckentests

Nimmt die Zeckenaktivität zu, steigt auch die Nachfrage nach so genannten Zeckentests (z.B. 4773868 ). Dabei wird der Parasit im Labor mittels PCR-Analyse oder Antigenbestimmung direkt auf das Vorhandensein von Borrelien getestet.
Da in der Schweiz ca. 5-30% (je nach Gebiet bis zu 50%) der Zecken mit Borrelien befallen sind, ist ein positives Resultat relativ häufig zu erwarten. Das Laborresultat sagt jedoch nichts darüber aus, ob auch eine Übertragung stattgefunden hat. In der Schweiz liegt das Erkrankungsrisiko für Lyme-Borreliose nach einem Zeckenstich bei ca. 1%.
Um eine Überbehandlung von nicht infizierten Personen zu vermeiden, ist eine Antibiotikatherapie erst beim Auftreten von Symptomen angezeigt. Die Einstichstelle soll daher während vier Wochen beobachtet und im Idealfall auch dokumentiert werden (Photo mit Smartphone, Datum). Typische Symptome einer Lyme-Borreliose sind z.B. eine sich ausdehnende Hautrötung, bläuliche Schwellung von Ohrläppchen, Brustwarze oder Hodensack, Gelenkschwellungen und Sensibilitätsstörungen.
Ein positives Testresultat kann einerseits eine übereilte Behandlung nach sich ziehen, andererseits wähnt sich der Betroffene bei einem negativen Befund möglicherweise in falscher Sicherheit.
Entscheidend für eine schnelle Diagnose und Therapie von Borreliose ist genaues Beobachten der Einstichstelle nach Entfernen der Zecke und Aufsuchen eines Arztes bei Auftreten von Symptomen.
Das CNRT(Nationales Referenzzentrum für zeckenübertragene Krankheiten, gegründet 2009 mit Mandat des BAG) äusserte sich negativ zur Verwendung von Zeckentests zum Nachweis von Borrelien (siehe www links).
Quelle:
_i.m@il Offizin, Nr.10/2013
Mit freundlicher Genehmigung durch www.pharmavista.net
Urs Schneeberger

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